Rettungshunde



Aufgaben

Unsere Hundeführer und Hundeführerinnen in der Flächensuche bilden das Kernelement unserer Einheit. Im Einsatz suchen sie meist große Waldstücke oder Wiesen ab. Doch auch leerstehendende Fabrikanlagen, Gebäude oder weitläufige Industrieanlagen können zu den Einsatzgebieten gehören. Ein Mensch-Hund-Team ist dabei in der Lage, eine Fläche so groß wie vier Fußballfelder in 20 Minuten abzusuchen. Anderen Einsatzmitteln sind sie oft weit überlegen.

 

Für unsere Hundeführer und Hundeführerinnen bedeuten diese 20 Minuten Suche Höchstleistung. Sie müssen nicht nur die Augen offenhalten, sondern orientieren, funken und den Hund im Suchgebiet lenken – all das zur gleichen Zeit. Unterstützt werden sie dabei durch einen Helfer bzw. Helferin aus der Sanitätsdienstgruppe.

Wenn sie die vermisste Person gefunden haben, melden sie den Standort, koordinieren mit der Einsatzleitung den Transport des Patienten und unterstützen den Sanitäter bzw. die Sanitäterin bei der Patientenversorgung. 

Für unsere Teams mit der Zusatzqualifikation „Trümmersuche“ kommen noch weitere Bereiche hinzu. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo es für Menschen zu anspruchsvoll ist oder die technische Ortung zu kompliziert ist. In eingestürzten Gebäuden, defekter oder zerstörte Infrastruktur können sie Verschüttete finden und dadurch die Rettung erheblich beschleunigen.

 

Ein weiteres Einsatzgebiet stellt das urbane Gelände dar. Wo Autos und Lkws fahren, kommen die Flächensuchteams nicht zum Einsatz. Stattdessen sind hier unsere Mantrailer gefragt. Sie riechen erst an einem Gegenstand der vermissten Person und folgen dann dem individuellen Geruch dieses Menschen.

 

 

Wenn du einen Hund hast und dich für die Rettungshunde interessierst, dann schreib uns direkt über das Kontaktformular oder unsere Social Media Kanäle und schau bei einem Probetraining bei uns vorbei. Wir freuen uns von dir zu hören!


Ausbildung

Wir üben mit unseren Hunden zweimal die Woche. Dabei geht es anfangs zunächst um die Ausbildung des Hundes. Wir passen diese immer individuell an den einzelnen Hund an. Sobald dieser den Ablauf des Suchens verstanden hat, verlagert sich der Ausbildungsfokus wieder mehr auf den Menschen.

 

Du lernst mit deinem Hund zusammen zu arbeiten und ihn zu lenken. Dazu kommen Ausbildungen zum Thema Funken, Orientieren, Erste Hilfe Mensch und Erste Hilfe Hund. Außerdem durchläufst du die Module zur Helfergrundausbildung im DRK.

 

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, finden außerdem regelmäßig realitätsnahe Übungen mit den anderen Gruppen der Rettungshunde statt.

Voraussetzungen

Um Hundeführer oder Hundeführerin zu werden, brauchst du natürlich einen eigenen Hund und viel Zeit.

Unsere Ausbildung findet hauptsächlich draußen statt. Du solltest dich deswegen gern in der Natur aufhalten und über eine gute Grundfitness verfügen. Da zu unseren Aufgaben auch die medizinische Erstversorgung gehört, solltest du dich für Erste Hilfe interessieren.

 

Dein Hund sollte mittelgroß sein (Schulterhöhe ca. Kniehoch) und sich durch Leckerli oder Spielzeug motivieren lassen. 

Er darf nicht älter als 5 Jahre sein. Ein Mindestalter gibt es nicht. Je früher die Ausbildung beginnt, desto besser.



Eindrücke aus dem Training